Tischler-Ausbildung: Gehalt 2026 – die Kurzfassung
Die Vergütung in der Tischler-Ausbildung (in Süddeutschland: Schreiner) hängt vor allem von zwei Dingen ab: ob dein Betrieb tarifgebunden ist und in welchem Bundesland du lernst. Tarifgebundene Betriebe zahlen nach den regionalen Tarifverträgen des Tischler-/Schreinerhandwerks – nicht tarifgebundene Betriebe müssen mindestens die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung zahlen.
Untergrenze 2026: Für Ausbildungsverträge mit Beginn 2026 gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung: 724 € im 1. Lehrjahr, 854 € im 2. und 977 € im 3. Lehrjahr. Weniger darf kein Betrieb zahlen – egal ob tarifgebunden oder nicht.
Tarifliche Ausbildungsvergütung: Beispiele nach Bundesland
In tarifgebundenen Tischlereien liegt die Vergütung meist deutlich über der Untergrenze. Aktuelle Beispiele aus den regionalen Tarifverträgen:
| Region | Vergütung (1. bis 3. Lehrjahr) | Stand |
|---|---|---|
| Bayern | 900 – 1.200 €/Monat | seit 03/2025 |
| Berlin | 810 – 1.050 €/Monat | seit 01/2026 |
| Brandenburg | ca. 759 – 1.069 €/Monat | seit 01/2026 |
| Schleswig-Holstein | 870 € im 1. Lehrjahr | ab 02/2026 |
Quellen: regionale Tarifverträge des Tischler-/Schreinerhandwerks (u. a. via handwerkerjobkit.de, handwerkslotse.de), Stand Juli 2026. Die genauen Beträge können sich mit neuen Tarifabschlüssen ändern – frag im Vorstellungsgespräch konkret nach.
Warum die Unterschiede so groß sind
- Tarifbindung: Nur tarifgebundene Betriebe müssen den Tarif zahlen. Viele kleine Tischlereien sind nicht tarifgebunden – dort gilt die Mindestausbildungsvergütung als Untergrenze, gezahlt wird oft etwas darüber.
- Region: Die Tarifverträge werden je Bundesland/Region verhandelt – zwischen Bayern und Brandenburg liegen im 1. Lehrjahr über 100 € Unterschied.
- Betriebsgröße: Größere Betriebe zahlen tendenziell näher am oder über Tarif.
So holst du mehr heraus
- Frag im Bewerbungsgespräch, ob der Betrieb nach Tarif zahlt.
- Vergleiche mehrere Ausbildungsbetriebe in deiner Region – die Unterschiede sind real.
- Denk an Extras: vermögenswirksame Leistungen, Fahrtkostenzuschuss oder Werkzeuggeld gibt es in manchen Betrieben zusätzlich.
Tipp: Aktuelle Tischler-Ausbildungsplätze in deiner Nähe findest du in unserer Stellensuche – und das ausführliche Berufsprofil im Bereich Berufe.