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Gehalt & Vergütung29. Juli 2026Von der Genieportal-Redaktion

Tischler-Ausbildung: Gehalt nach Lehrjahr (2026)

Was verdienen Tischler-Azubis 2026? Ausbildungsvergütung nach Lehrjahr und Bundesland, Tarif vs. Mindestausbildungsvergütung – mit aktuellen Zahlen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gesetzliche Untergrenze 2026: 724 € (1. Lj.), 854 € (2. Lj.), 977 € (3. Lj.)
  • Tarifgebundene Betriebe zahlen deutlich mehr – in Bayern 900 bis 1.200 €/Monat
  • Die Vergütung unterscheidet sich stark nach Bundesland und Tarifbindung
  • Im Gespräch immer nach Tarifbindung und Zusatzleistungen fragen

Tischler-Ausbildung: Gehalt 2026 – die Kurzfassung

Die Vergütung in der Tischler-Ausbildung (in Süddeutschland: Schreiner) hängt vor allem von zwei Dingen ab: ob dein Betrieb tarifgebunden ist und in welchem Bundesland du lernst. Tarifgebundene Betriebe zahlen nach den regionalen Tarifverträgen des Tischler-/Schreinerhandwerks – nicht tarifgebundene Betriebe müssen mindestens die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung zahlen.

Untergrenze 2026: Für Ausbildungsverträge mit Beginn 2026 gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung: 724 € im 1. Lehrjahr, 854 € im 2. und 977 € im 3. Lehrjahr. Weniger darf kein Betrieb zahlen – egal ob tarifgebunden oder nicht.

Tarifliche Ausbildungsvergütung: Beispiele nach Bundesland

In tarifgebundenen Tischlereien liegt die Vergütung meist deutlich über der Untergrenze. Aktuelle Beispiele aus den regionalen Tarifverträgen:

RegionVergütung (1. bis 3. Lehrjahr)Stand
Bayern900 – 1.200 €/Monatseit 03/2025
Berlin810 – 1.050 €/Monatseit 01/2026
Brandenburgca. 759 – 1.069 €/Monatseit 01/2026
Schleswig-Holstein870 € im 1. Lehrjahrab 02/2026

Quellen: regionale Tarifverträge des Tischler-/Schreinerhandwerks (u. a. via handwerkerjobkit.de, handwerkslotse.de), Stand Juli 2026. Die genauen Beträge können sich mit neuen Tarifabschlüssen ändern – frag im Vorstellungsgespräch konkret nach.

Warum die Unterschiede so groß sind

  • Tarifbindung: Nur tarifgebundene Betriebe müssen den Tarif zahlen. Viele kleine Tischlereien sind nicht tarifgebunden – dort gilt die Mindestausbildungsvergütung als Untergrenze, gezahlt wird oft etwas darüber.
  • Region: Die Tarifverträge werden je Bundesland/Region verhandelt – zwischen Bayern und Brandenburg liegen im 1. Lehrjahr über 100 € Unterschied.
  • Betriebsgröße: Größere Betriebe zahlen tendenziell näher am oder über Tarif.

So holst du mehr heraus

  • Frag im Bewerbungsgespräch, ob der Betrieb nach Tarif zahlt.
  • Vergleiche mehrere Ausbildungsbetriebe in deiner Region – die Unterschiede sind real.
  • Denk an Extras: vermögenswirksame Leistungen, Fahrtkostenzuschuss oder Werkzeuggeld gibt es in manchen Betrieben zusätzlich.

Tipp: Aktuelle Tischler-Ausbildungsplätze in deiner Nähe findest du in unserer Stellensuche – und das ausführliche Berufsprofil im Bereich Berufe.

Häufige Fragen

Wie viel verdient man in der Tischler-Ausbildung 2026?
Je nach Region und Tarifbindung zwischen der gesetzlichen Untergrenze (724 € im 1. Lehrjahr für Verträge ab 2026) und rund 1.200 € im 3. Lehrjahr in tarifgebundenen Betrieben, z. B. in Bayern.
Was ist der Unterschied zwischen Tischler und Schreiner?
Keiner – es ist derselbe Ausbildungsberuf. In Nord- und Ostdeutschland sagt man Tischler, in Süddeutschland Schreiner.
Bekommen alle Tischler-Azubis den Tarif-Lohn?
Nein. Nur tarifgebundene Betriebe müssen nach Tarifvertrag zahlen. Nicht tarifgebundene Betriebe müssen aber mindestens die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung zahlen.
Wie lange dauert die Tischler-Ausbildung?
Die duale Ausbildung dauert regulär 3 Jahre. Mit gutem Schulabschluss oder guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

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Stand: Juli 2026 · Alle Angaben ohne Gewähr