Warum lohnt sich eine Ausbildung in Leipzig?
Leipzig ist mit 615.932 Einwohnern die größte Stadt Sachsens (Destatis, Stand 31.12.2025). Industrie, Logistik, Handel, Gesundheit und Verwaltung bieten hier Ausbildungsplätze.
Auch im Umland gibt es viele Betriebe, die du mit Bus und Bahn erreichst.
Im Bezirk der Agentur für Arbeit Leipzig wurden bis zum 30. September 2025 3.483 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. In Sachsen kamen rechnerisch 94,8 Ausbildungsangebote auf 100 Bewerberinnen und Bewerber (BIBB-Erhebung, erweiterte Angebots-Nachfrage-Relation).
Welche Branchen und Ausbildungsbetriebe findest du in Leipzig?
In Leipzig bilden Betriebe aus allen großen Bereichen aus, von Handel und Dienstleistungen über Industrie und Handwerk bis zu Gesundheit und Verwaltung. Welche Berufe gerade gesucht werden, zeigt dir die Stellensuche am besten.
Öffentlicher Dienst: Die Stadt Leipzig bildet selbst aus und bietet Ausbildungen und duale Studiengänge an.
Logistik und Industrie: Gefragt sind etwa Fachkräfte für Lagerlogistik, Mechatroniker und Industriemechaniker.
Handwerk: Für Handwerksberufe ist die Handwerkskammer zu Leipzig zuständig.
Wie viel verdienst du als Azubi in Leipzig?
Wie viel du verdienst, hängt vor allem von Beruf, Branche und Tarifvertrag ab, nicht von der Stadt. Die folgende Tabelle zeigt tarifliche Beispiele für Sachsen aus dem BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit, jeweils brutto im Monat.
| Beruf (Tarifbereich) | 1. Jahr | 3. Jahr | Quelle und Stand |
|---|---|---|---|
| Industriemechaniker/in (Metall- und Elektroindustrie) | 1.272 € | 1.401 € | WSI Tarifarchiv, Stand April 2026 |
| Kaufmann/-frau im Einzelhandel (Einzelhandel) | 1.050 € | 1.290 € | Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand September 2025 |
| Elektroniker/in für Energie- und Gebäudetechnik (Elektrohandwerk) | 850 € | 977 € | Tarifregister Sachsen, Stand Januar 2026 |
| Kaufmann/-frau für Büromanagement (öffentlicher Dienst, kommunal) | 1.368 € | 1.464 € | TVAöD-BBiG, Stand Mai 2026 |
Die Werte für den kommunalen öffentlichen Dienst (TVAöD) gelten bundesweit. Ist dein Betrieb nicht tarifgebunden, muss er mindestens die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung zahlen. Für einen Ausbildungsbeginn 2026 sind das 724 Euro im ersten, 854 Euro im zweiten und 977 Euro im dritten Jahr (§ 17 BBiG). Einen Überblick über alle Regeln findest du im Ratgeber zur Ausbildungsvergütung.
Wo findest du freie Ausbildungsplätze in Leipzig?
Freie Plätze findest du in Stellenbörsen, bei den Kammern und über die Berufsberatung der Agentur für Arbeit. Am besten nutzt du mehrere Wege parallel.
- Ausbildungsgenie: aktuelle Ausbildungsstellen in Leipzig, filterbar nach Beruf.
- Kammern: Für Ausbildungen in Industrie, Handel und Handwerk sind die IHK zu Leipzig und die Handwerkskammer zu Leipzig zuständig. Deren Ausbildungsberater beantworten Fragen rund um Ausbildungsvertrag und Ausbildung.
- Lehrstellenbörsen: Das Handwerk betreibt den Lehrstellen-Radar. Die frühere IHK-Lehrstellenbörse leitet heute auf das Portal „Meine Ausbildung in Deutschland“ weiter.
- Agentur für Arbeit: Die Berufsberatung ist kostenlos, und in der Jobsuche der Bundesagentur stehen viele Ausbildungsstellen.
Was kostet das Leben als Azubi in Leipzig und welche Hilfen gibt es?
Die größten Posten sind meist Miete und Fahrtkosten, deshalb lohnt es sich, Wohnort und Weg zum Betrieb zusammen zu planen. Wer für die Ausbildung von zu Hause auszieht, kann unter Umständen Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) bekommen.
Fahrtkosten: Das Deutschlandticket kostet 2026 63 Euro im Monat und ab 1. Januar 2027 66,80 Euro. Frag im Betrieb, ob es ein Jobticket oder einen Fahrtkostenzuschuss gibt.
Berufsausbildungsbeihilfe: BAB gibt es nur, wenn du nicht bei deinen Eltern wohnst. Bist du unter 18, musst du außerdem nachweisen, dass du den Betrieb von zu Hause aus nicht in angemessener Zeit erreichst (§ 60 SGB III). Mehr dazu im Ratgeber BAB für Azubis.
Wie bewirbst du dich erfolgreich um eine Ausbildung in Leipzig?
Bewirb dich früh, denn vor allem große Firmen und Behörden nehmen Bewerbungen oft schon ein bis eineinhalb Jahre vor Ausbildungsbeginn entgegen. Das empfiehlt die Bundesagentur für Arbeit in ihrer Orientierungshilfe für Jugendliche.
- Praktikum: Ein Schülerpraktikum zeigt dir den Alltag im Beruf und dem Betrieb, wer du bist.
- Kleine Betriebe direkt ansprechen: Viele Handwerks- und Kleinbetriebe freuen sich über einen Anruf oder einen Besuch mit Unterlagen.
- Umland mitdenken: Mit Bus und Bahn sind auch Betriebe außerhalb der Stadtgrenze erreichbar.
- Unterlagen prüfen lassen: Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit schaut sich deine Bewerbung kostenlos an.
Auf welchen Quellen basiert dieser Artikel?
Die Angaben stammen vom Statistischen Bundesamt, aus dem BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit, dem Berufsbildungsgesetz, dem Sozialgesetzbuch III und den genannten Stellen, zuletzt geprüft am 12. Oktober 2026:
Destatis: Gemeindeverzeichnis, Stand 31.12.2025, BERUFENET: Industriemechaniker/in, BERUFENET: Kaufmann/-frau im Einzelhandel, BERUFENET: Elektroniker/in für Energie- und Gebäudetechnik, BERUFENET: Kaufmann/-frau für Büromanagement, § 17 BBiG, Mindestausbildungsvergütung 2026, § 60 SGB III, IHK zu Leipzig, Handwerkskammer zu Leipzig, Lehrstellen-Radar, Meine Ausbildung in Deutschland, Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit, BA: Orientierungshilfe Bewerbung und Vorstellungsgespräch, Stadt Leipzig: Ausbildung und duales Studium, Hessisches Verkehrsministerium: Preis Deutschlandticket 2027, BIBB: Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge 2025, Tabelle 70.1 (Länder), BIBB: Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge 2025 nach Arbeitsagenturbezirken (Sachsen)