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Städte-GuideVon der Genieportal-Redaktion · Aktualisiert am

Ausbildung in Stuttgart: Branchen, Vergütung und Tipps

Ausbildung in Stuttgart: welche Branchen ausbilden, was Azubis in Baden-Württemberg verdienen, wo du Plätze findest und was das D-Ticket JugendBW kostet.

Das Wichtigste in Kürze

  • ✓Stuttgart ist mit 609.365 Einwohnern die größte Stadt Baden-Württembergs (Stand Ende 2025)
  • ✓Das D-Ticket JugendBW kostet seit 2026 45 Euro im Monat
  • ✓Die Vergütung richtet sich nach Beruf und Tarifvertrag, nicht nach der Stadt
  • ✓Ohne Tarif gilt 2026 eine Mindestausbildungsvergütung von 724 Euro im 1. Jahr
  • ✓Große Betriebe und Behörden nehmen Bewerbungen oft ein bis eineinhalb Jahre vorher an

Warum lohnt sich eine Ausbildung in Stuttgart?

Stuttgart ist Landeshauptstadt und mit 609.365 Einwohnern die größte Stadt Baden-Württembergs (Destatis, Stand 31.12.2025). Industrie, Handel, Dienstleistungen, Handwerk und Verwaltung bieten hier Ausbildungsplätze.

Auch im Umland der Landeshauptstadt gibt es viele Betriebe, die du mit Bus und Bahn erreichst.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Stuttgart wurden bis zum 30. September 2025 5.886 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. In Baden-Württemberg kamen rechnerisch 102,1 Ausbildungsangebote auf 100 Bewerberinnen und Bewerber (BIBB-Erhebung, erweiterte Angebots-Nachfrage-Relation).

Welche Branchen und Ausbildungsbetriebe findest du in Stuttgart?

In Stuttgart bilden Betriebe aus allen großen Bereichen aus, von Handel und Dienstleistungen über Industrie und Handwerk bis zu Gesundheit und Verwaltung. Welche Berufe gerade gesucht werden, zeigt dir die Stellensuche am besten.

Öffentlicher Dienst: Die Landeshauptstadt Stuttgart bildet selbst aus und bietet Ausbildungsberufe und duale Studiengänge für Nachwuchskräfte an.

Industrie und Technik: Typische Berufe sind Industriemechaniker, Mechatroniker, Elektroniker für Automatisierungstechnik und Technische Produktdesigner.

Handwerk: Für Handwerksberufe ist die Handwerkskammer Region Stuttgart zuständig.

Wie viel verdienst du als Azubi in Stuttgart?

Wie viel du verdienst, hängt vor allem von Beruf, Branche und Tarifvertrag ab, nicht von der Stadt. Die folgende Tabelle zeigt tarifliche Beispiele für Baden-Württemberg aus dem BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit, jeweils brutto im Monat.

Beruf (Tarifbereich)1. Jahr3. JahrQuelle und Stand
Industriemechaniker/in (Metall- und Elektroindustrie)1.304 €1.489 €WSI Tarifarchiv, Stand April 2026
Kaufmann/-frau im Einzelhandel (Einzelhandel)1.090 €1.350 €Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand August 2025
Elektroniker/in für Energie- und Gebäudetechnik (Elektrohandwerk)1.140 €1.290 €IG Metall, Stand März 2026
Kaufmann/-frau für Büromanagement (öffentlicher Dienst, kommunal)1.368 €1.464 €TVAöD-BBiG, Stand Mai 2026

Die Werte für den kommunalen öffentlichen Dienst (TVAöD) gelten bundesweit. Ist dein Betrieb nicht tarifgebunden, muss er mindestens die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung zahlen. Für einen Ausbildungsbeginn 2026 sind das 724 Euro im ersten, 854 Euro im zweiten und 977 Euro im dritten Jahr (§ 17 BBiG). Einen Überblick über alle Regeln findest du im Ratgeber zur Ausbildungsvergütung.

Wo findest du freie Ausbildungsplätze in Stuttgart?

Freie Plätze findest du in Stellenbörsen, bei den Kammern und über die Berufsberatung der Agentur für Arbeit. Am besten nutzt du mehrere Wege parallel.

  • Ausbildungsgenie: aktuelle Ausbildungsstellen in Stuttgart, filterbar nach Beruf.
  • Kammern: Für Ausbildungen in Industrie, Handel und Handwerk sind die IHK Region Stuttgart und die Handwerkskammer Region Stuttgart zuständig. Deren Ausbildungsberater beantworten Fragen rund um Ausbildungsvertrag und Ausbildung.
  • Lehrstellenbörsen: Das Handwerk betreibt den Lehrstellen-Radar. Die frühere IHK-Lehrstellenbörse leitet heute auf das Portal „Meine Ausbildung in Deutschland“ weiter.
  • Agentur für Arbeit: Die Berufsberatung ist kostenlos, und in der Jobsuche der Bundesagentur stehen viele Ausbildungsstellen.

Was kostet das Leben als Azubi in Stuttgart und welche Hilfen gibt es?

Die größten Posten sind meist Miete und Fahrtkosten, deshalb lohnt es sich, Wohnort und Weg zum Betrieb zusammen zu planen. Wer für die Ausbildung von zu Hause auszieht, kann unter Umständen Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) bekommen.

Fahrtkosten: In Baden-Württemberg gibt es für junge Menschen unter 28 Jahren das D-Ticket JugendBW. Es kostet seit 1. Januar 2026 45 Euro im Monat und gilt bundesweit im Nah- und Regionalverkehr. Die genauen Bedingungen nennt dir dein Verkehrsverbund.

Berufsausbildungsbeihilfe: BAB gibt es nur, wenn du nicht bei deinen Eltern wohnst. Bist du unter 18, musst du außerdem nachweisen, dass du den Betrieb von zu Hause aus nicht in angemessener Zeit erreichst (§ 60 SGB III). Mehr dazu im Ratgeber BAB für Azubis.

Wie bewirbst du dich erfolgreich um eine Ausbildung in Stuttgart?

Bewirb dich früh, denn vor allem große Firmen und Behörden nehmen Bewerbungen oft schon ein bis eineinhalb Jahre vor Ausbildungsbeginn entgegen. Das empfiehlt die Bundesagentur für Arbeit in ihrer Orientierungshilfe für Jugendliche.

  • Praktikum: Ein Schülerpraktikum zeigt dir den Alltag im Beruf und dem Betrieb, wer du bist.
  • Kleine Betriebe direkt ansprechen: Viele Handwerks- und Kleinbetriebe freuen sich über einen Anruf oder einen Besuch mit Unterlagen.
  • Umland mitdenken: Mit Bus und Bahn sind auch Betriebe außerhalb der Stadtgrenze erreichbar.
  • Unterlagen prüfen lassen: Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit schaut sich deine Bewerbung kostenlos an.

Auf welchen Quellen basiert dieser Artikel?

Die Angaben stammen vom Statistischen Bundesamt, aus dem BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit, dem Berufsbildungsgesetz, dem Sozialgesetzbuch III und den genannten Stellen, zuletzt geprüft am 12. Oktober 2026:

Destatis: Gemeindeverzeichnis, Stand 31.12.2025, BERUFENET: Industriemechaniker/in, BERUFENET: Kaufmann/-frau im Einzelhandel, BERUFENET: Elektroniker/in für Energie- und Gebäudetechnik, BERUFENET: Kaufmann/-frau für Büromanagement, § 17 BBiG, Mindestausbildungsvergütung 2026, § 60 SGB III, IHK Region Stuttgart, Handwerkskammer Region Stuttgart, Lehrstellen-Radar, Meine Ausbildung in Deutschland, Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit, BA: Orientierungshilfe Bewerbung und Vorstellungsgespräch, Landeshauptstadt Stuttgart: Nachwuchskräfte, Land Baden-Württemberg: Preisanpassung D-Ticket JugendBW, BIBB: Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge 2025, Tabelle 70.1 (Länder), BIBB: Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge 2025 nach Arbeitsagenturbezirken (Baden-Württemberg)

Häufige Fragen

Was muss mein Betrieb in Stuttgart mindestens zahlen?

Ohne Tarifbindung gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung. Bei Ausbildungsbeginn 2026 sind das 724 Euro im ersten, 854 Euro im zweiten und 977 Euro im dritten Ausbildungsjahr. Tarifgebundene Betriebe zahlen nach ihrem Tarifvertrag.

Bekomme ich BAB, wenn ich für die Ausbildung nach Stuttgart ziehe?

Möglich ist das, wenn du nicht mehr bei deinen Eltern wohnst und dein Einkommen nicht reicht. Unter 18 musst du zusätzlich zeigen, dass du den Betrieb von zu Hause aus nicht in angemessener Zeit erreichst. Den Antrag stellst du bei der Agentur für Arbeit.

Wer ist in Stuttgart für meinen Ausbildungsvertrag zuständig?

Das hängt vom Beruf ab. Für Berufe aus Industrie und Handel ist die IHK Region Stuttgart zuständig, für Handwerksberufe die Handwerkskammer Region Stuttgart. Die Kammer trägt deinen Vertrag ein, organisiert die Prüfungen und berät bei Problemen.

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Stand: Oktober 2026 · Alle Angaben ohne Gewähr