Warum regelmäßige Beurteilungen wichtig sind
Regelmäßige Beurteilungen sind das wichtigste Instrument zur Qualitätssicherung in der Ausbildung. Sie geben dem Azubi Orientierung, dokumentieren die Entwicklung und bilden die Grundlage für das spätere Arbeitszeugnis. Empfehlung: mindestens halbjährlich, besser vierteljährlich.
Beurteilungskriterien
Fachliche Leistung: Qualität der Arbeit, Lerntempo, Umsetzung des Gelernten, Berufsschulnoten.
Arbeitsverhalten: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Sorgfalt, Eigeninitiative, Arbeitstempo.
Sozialverhalten: Teamfähigkeit, Kommunikation, Umgang mit Vorgesetzten und Kunden, Konfliktfähigkeit.
Persönliche Entwicklung: Lernbereitschaft, Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Kreativität.
Notenskala
| Note | Bedeutung | Beschreibung |
|---|---|---|
| 1 | Sehr gut | Übertrifft die Anforderungen deutlich |
| 2 | Gut | Übertrifft die Anforderungen |
| 3 | Befriedigend | Erfüllt die Anforderungen vollständig |
| 4 | Ausreichend | Erfüllt die Anforderungen im Wesentlichen |
| 5 | Mangelhaft | Erfüllt die Anforderungen nicht |
Das Beurteilungsgespräch
Vorbereitung: Füllen Sie den Beurteilungsbogen vor dem Gespräch aus. Sammeln Sie konkrete Beispiele für Stärken und Verbesserungspotenziale.
Durchführung: Beginnen Sie mit Positivem, dann Verbesserungspunkte, dann gemeinsam Ziele für den nächsten Zeitraum festlegen. Lassen Sie den Azubi sich selbst einschätzen – die Selbst/Fremd-Einschätzung ist oft sehr aufschlussreich.
Dokumentation: Beide Seiten unterschreiben die Beurteilung. Eine Kopie für den Azubi, eine für die Personalakte.
Häufige Fehler
Nur am Ende beurteilen: Jährliche oder Ausbildungsend-Beurteilungen sind zu selten. Vierteljährlich ist ideal.
Nur Negatives ansprechen: Eine Beurteilung muss auch Stärken hervorheben. Nur Kritik demotiviert.
Keine konkreten Beispiele: "Muss sich verbessern" hilft nicht. "Die Fristenberechnung in der KW 12 enthielt 3 Fehler – üben wir das nochmal" schon.