Ausbildung zum Justizfachangestellte/r – Alle Infos 2026

Kurz & Knapp: Die Ausbildung zum Justizfachangestellte/r dauert 3 Jahre und startet mit einem Gehalt von 11001250 € im ersten Lehrjahr. Du brauchst mindestens einen Mittlerer Schulabschluss (Realschule). Als Justizfachangestellte/r arbeitest du bei Gerichten oder Staatsanwaltschaften und sorgst für den reibungslosen Ablauf der Rechtspflege. Du protokollierst Verhandlungen, bearbeitest Akten und berechnest Gerichtskosten. Dabei benötigst du juristische Kenntnisse und ein hohes Maß an Genauigkeit und Verschwiegenheit.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsdauer3 Jahre
Vergütung 1. Jahr11001250
Vergütung 2. Jahr11501300
Vergütung 3. Jahr12001350
Einstiegsgehalt nach Ausbildung26003400
Empfohlener SchulabschlussMittlerer Schulabschluss (Realschule)
AusbildungsartDual (Betrieb + Berufsschule)

Was macht ein/e Justizfachangestellte/r?

Als Justizfachangestellte/r arbeitest du bei Gerichten oder Staatsanwaltschaften und sorgst für den reibungslosen Ablauf der Rechtspflege. Du protokollierst Verhandlungen, bearbeitest Akten und berechnest Gerichtskosten. Dabei benötigst du juristische Kenntnisse und ein hohes Maß an Genauigkeit und Verschwiegenheit.

Zu den täglichen Aufgaben gehören:

  • Gerichtsverhandlungen protokollieren und dokumentieren
  • Akten anlegen, führen und archivieren
  • Gerichtskosten und Fristen berechnen
  • Ladungen und Verfügungen erstellen und versenden
  • Bürger und Anwälte betreuen und informieren
  • Urteile und Beschlüsse beglaubigen
  • Register führen und Auskünfte erteilen

Voraussetzungen

Schulische Voraussetzungen

Für die Ausbildung zum Justizfachangestellte/r wird in der Regel ein Mittlerer Schulabschluss (Realschule) empfohlen. Gute Noten in folgenden Fächern sind hilfreich:

DeutschMathematikSozialkundeRecht

Persönliche Stärken

  • Genauigkeit und Sorgfalt
  • Interesse an Recht und Gesetz
  • Verschwiegenheit und Diskretion
  • Organisationstalent und Zuverlässigkeit
  • Stressresistenz und Belastbarkeit

Ausbildungsinhalte

1. Ausbildungsjahr

Jahr 1: Grundlagen Zivilrecht und Strafrecht, Gerichtsorganisation, Aktenführung, Kostenrecht und erste Protokollführung

2. Ausbildungsjahr

Jahr 2: Prozessrecht, Zwangsvollstreckung, Registerführung, erweiterte Kostenberechnung und selbstständige Fallbearbeitung

3. Ausbildungsjahr

Jahr 3: Spezialgebiete (Familien-, Insolvenzrecht), komplexe Verfahren, digitale Akte und Prüfungsvorbereitung

Gehalt & Vergütung

Die Ausbildungsvergütung als Justizfachangestellte/r steigt mit jedem Lehrjahr. Die genaue Höhe hängt vom Betrieb, der Region und dem geltenden Tarifvertrag ab.

1. Lehrjahr
11001250
2. Lehrjahr
11501300
3. Lehrjahr
12001350

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung: 26003400 € brutto/Monat

Karriere & Weiterbildung

Nach der Ausbildung stehen dir viele Wege offen:

  • 1Justizfachwirt/in oder Urkundsbeamter/in
  • 2Rechtspfleger/in (mittlerer Dienst)
  • 3Studium Rechtswissenschaften oder Public Management
  • 4Spezialisierung auf Grundbuchamt oder Vollstreckung
  • 5Sachgebietsleitung oder Geschäftsstellenleitung

Arbeitsmarkt & Zukunftsaussichten

Die Justiz bietet sichere Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst mit geregelten Arbeitszeiten. Die Einführung der elektronischen Akte erfordert zunehmend IT-Kenntnisse und schafft neue Aufgabenfelder.

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Häufige Fragen zur Ausbildung als Justizfachangestellte/r

Wie lange dauert die Ausbildung zum Justizfachangestellte/r?
Die Ausbildung zum Justizfachangestellte/r dauert in der Regel 3 Jahre. Bei besonders guten Leistungen oder mit höherer Schulbildung ist eine Verkürzung um 6–12 Monate möglich.
Was verdient ein Justizfachangestellte/r in der Ausbildung?
Im ersten Ausbildungsjahr verdienst du als Justizfachangestellte/r zwischen 1100 und 1250 Euro brutto im Monat. Im dritten Jahr steigt die Vergütung auf 1200 bis 1350 Euro.
Welchen Schulabschluss braucht man für die Ausbildung?
Für die Ausbildung zum Justizfachangestellte/r wird in der Regel ein Mittlerer Schulabschluss (Realschule) empfohlen. Gute Noten in Deutsch, Mathematik, Sozialkunde sind von Vorteil.
Ist die Ausbildung zum Justizfachangestellte/r schwer?
Der Schwierigkeitsgrad hängt von deinen persönlichen Stärken ab. Wenn du Genauigkeit und Sorgfalt, Interesse an Recht und Gesetz, Verschwiegenheit und Diskretion mitbringst, wirst du gut zurechtkommen. Die Berufsschule vermittelt alle theoretischen Grundlagen.
Was verdient man nach der Ausbildung als Justizfachangestellte/r?
Nach der Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt als Justizfachangestellte/r zwischen 2600 und 3400 Euro brutto im Monat. Mit Berufserfahrung und Weiterbildungen kann das Gehalt deutlich steigen.
Welche Karrieremöglichkeiten hat man als Justizfachangestellte/r?
Nach der Ausbildung stehen dir viele Wege offen: Justizfachwirt/in oder Urkundsbeamter/in, Rechtspfleger/in (mittlerer Dienst), Studium Rechtswissenschaften oder Public Management, Spezialisierung auf Grundbuchamt oder Vollstreckung. Damit kannst du dein Gehalt und deine Verantwortung deutlich steigern.

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Letzte Aktualisierung: Februar 2026 · Quellen: BIBB, BERUFENET, IHK, HWK · Gehaltsangaben sind Richtwerte